SG Herdringen/Müschede verpasst Einzug in die K.O.-Runde

herdringen-mueschede-halle4


Der SC Neheim hat den Titel-Hattrick bei der 43. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft perfekt gemacht! Der Westfalenligist wurde auch im Jahr 2019 seiner Favoritenrolle gerecht und gewann im Endspiel die Neuauflage des Vorjahresfinals erneut mit 4:1 gegen den Landesligisten SV Hüsten 09. Auf Platz drei landete A-Ligist SV Bachum/Bergheim, der im zuvor im Neunmeterschießen um den verbleibenden Platz auf dem Podium den Ligakonkurrenten FC Neheim-Erlenbruch mit 3:2 bezwang.

Die 43. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft war packend und wieder einmal ein Höhepunkt in der Hallensaison. In der Gruppe A der Endrunde, die 730 zahlende Zuschauer und somit insgesamt 2.040 Zuschauer an den drei Turniertagen verfolgten, qualifizierten sich erwartungsgemäß Westfalenligist SC Neheim und Landesligist SV Hüsten 09 für die Endrunde. Neheim gewann die Partie gegen den TuS Rumbeck mit 8:0 und gegen den TuS Bruchhausen mit 3:1, Hüsten entschied das Spiel gegen Bruchhausen mit 5:1 für sich und schlug Rumbeck mit 3:0.

Somit stand bereits vor dem direkten Duell der beiden Ortsrivalen fest, dass sich Neheim und Hüsten für die K.O.-Runde qualifizieren würden und das Turnier für Rumbeck und Bruchhausen, die sich im letzten Spiel 2:2-Unentschieden trennten, nach der Gruppenphase beendet ist. Offen war lediglich noch die Frage, wer als Gruppensieger ins Halbfinale einziehen würde. Neheim reichte hierfür bereits ein Remis gegen Hüsten, blieb aber sogar verlustpunktfrei und entschied die Partie trotz zweimaligem Rückstand mit 4:2 für sich.

Für mehr Spannung sorgte die Gruppe B der Endrunde, wo der FC Neheim-Erlenbruch eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorrunde hinlegte. Der A-Liga-Aufsteiger fand deutlich besser in die Endrunde hinein und legte mit Siegen gegen die Ligakonkurrenten SV Bachum/Bergheim (3:1) und TuS Oeventrop (4:0) das Fundament für den erneuten Einzug ins Halbfinale. Dies gelang nach dem abschließenden 1:1 gegen die SG Herdringen/Müschede sogar als Gruppensieger.

Auf Platz zwei der Gruppe B lief der SV Bachum/Bergheim ein. Die Blau-Gelben, die 2017 noch im Endspiel standen, kämpften sich nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Neheim-Erlenbruch ins Turnier hinein und buchten durch zwei glatte 3:0-Erfolge über Herdringen/Müschede und Oeventrop das Ticket für Runde der letzten vier Teams. Ausgeschieden waren nach der Gruppenphase dagegen die SG Herdringen/Müschede und der TuS Oeventrop, die in der Endrunde jeweils sieglos blieben und sich im direkten Duell 3:3-Unentschieden trennten.

Im ersten Halbfinale arbeitete sich der SC Neheim dann ins Endspiel. Gegen den SV Bachum/Bergheim ging der Titelverteidiger durch ein Tor von Johannes Thiemann in Führung, kassierte aber wenig später durch Marco Mikolaiski den Ausgleich. Erst 32 Sekunden vor dem Ende schoss Maurice Majewski den Westfalenligisten ins Finale. Dorthin folgte den Neheimern wenig später der SV Hüsten 09, der gegen den A-Ligisten FC Neheim-Erlenbruch allerdings durch Tore von Kai Oberreuther (7.) und Martin Sternal (9.) schon mit 0:2 in Rückstand lag. Dank eines Doppelpacks von Vincenzo Rossi kämpfte sich Hüsten aber noch ins Neunmeterschießen, wo ausgerechnet Erlenbruchs Torhüter Albert Spahiu den entscheidenden Fehlschuss machte.

Nachdem der SV Bachum/Bergheim das Neunmeterschießen um Platz drei gegen den FC Neheim-Erlenbruch mit 3:2 für sich entschieden hatte, kam es zur Neuauflage des Vorjahresfinals, welches erstmals überhaupt über zwei Mal acht Minuten ausgetragen wurde. In der ersten Halbzeit brachte Johannes Thiemann den SC Neheim auf Kurs (4.), die Philipp Eickelmann nach 13 Minuten aber egalisieren konnte. In der Schlussphase behielt Neheim aber den kühleren Kopf, ging durch Maurice Majewski erneut in Führung (15.) und schraubte das Ergebnis in der letzten Minute durch Treffer von Johannes Thiemann (16.) und Rejhan Zekovic (16.) noch auf 4:1 in die Höhe.

Neheim machte damit den Titel-Hattrick perfekt und krönte sich zum insgesamt 13. Mal in seiner Vereinsgeschichte zum Arnsberger Hallenstadtmeister. „Wir sind der verdiente Sieger. In der Vorrunde sind wir nicht immer souverän aufgetreten, was wir in der Endrunde aber von Beginn an besser gemacht haben. Dieses Turnier ist einfach eine Frage der Ehre und für mich immer noch das Beste in der gesamten Hallensaison. Wir sind wieder die Nummer eins in der Stadt Arnsberg und unserer Favoritenrolle gerecht geworden“, war SC-Coach Alex Bruchhage zufrieden.

Als bester Spieler der Endrunde der 43. Arnsberger Hallenstadtmeisterschaft wurde Lukas Gebhardt vom SV Hüsten 09 ausgezeichnet, der sich außerdem gemeinsam mit Burak Yavuz und Johannes Thiemann vom SC Neheim und Kai Oberreuther vom FC Neheim-Erlenbruch die Torjägerkanone sicherte. Alle vier Spieler erzielten am Finaltag jeweils acht Treffer für ihr Team. Zum besten Torhüter des Turniers wurde Albert Spahiu gewählt, der damit seine Auszeichnung aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigte.