Herdringen muss Gang in die A-Liga antreten

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Die letzte Entscheidung im Abstiegskampf der „Bundesliga des Sauerlandes“ ist gefallen. Der SV Herdringen wird dem TuS Müschede 07 und dem SSV Meschede im Sommer in die A-Liga folgen. Nach der 0:6-Klatsche bei den SF Hüingsen haben die Krähen nur noch theoretische Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen. Aufholbar ist der Sechs-Punkte-Rückstand verbunden mit einem um 32 Treffer schlechteren Torverhältnis auf den SV Oberschledorn/Grafschaft an den letzten beiden Spieltagen aber nicht mehr.

127 Zuschauer verfolgten am Sonntag, den 12. Mai, die aus Herdringer Sicht so immens wichtige Partie in der OBO-Arena, wo Hüingsen befreit aufspielen und gegen nervlich arg unter Druck stehende Gäste früh zuschlagen konnte. In der 16. Minute erzielte Sven Barnefske den Führungstreffer für die Grün-Weißen, die Herdringen damit in der Blitztabelle in die A-Liga geschossen hatten. Entsprechend mussten die Krähen in der Folgezeit eine Antwort finden, was im ersten Durchgang aber nicht mehr gelang.

Für die zweite Halbzeit hatte sich der Tabellenvierzehnte, bei dem Fabian Leutner für Sascha Zelder zwischen den Pfosten stand, einiges vorgenommen, doch das wurde zeitig über den Haufen geworfen. Christian Eckert erhöhte mit dem ersten vielversprechenden Angriff des Aufsteigers in der 51. Minute auf 2:0 und läutete damit zugleich den Abgesang der Herdringer ein. Die verloren mit diesem Tor mehr und mehr den Glauben an den Klassenerhalt und kassierten nur sechzig Sekunden später das 0:3 durch Volkan Bodur (52.).

Spätestens jetzt war sich Herdringen darüber bewusst, dass der Abstieg aus der Bezirksliga Staffel 4 nicht mehr zu vermeiden war. Trotzdem versuchten es die Rot-Schwarzen nochmal, verteidigten im Anschluss aber viel zu löchrig und mussten durch Tore von Michael Kucharczyk (75./FE), Volkan Bodur (77.) und Dominik Scherner (85.) sogar mit einem 0:6-Debakel die Heimreise antreten. Damit steht die Mannschaft von SVH-Coach Peter Kozok als dritter Absteiger fest.

„Die Niederlage ist absolut verdient. Wir mussten leider kurzfristig auf René Zweimann verzichten und mussten auch auf Sascha Zelder, Daniel Strojnowski und Sven Strojnowski verzichten. Dementsprechend waren die Vorzeichen schon alles andere als gut und das hat sich dann leider auch auf dem Platz wiedergespiegelt“, berichtete Peter Kozok und ergänzte: „Damit dürfte sich der Abstieg leider nicht mehr verhindern lassen.“