Krähen unterliegen Serkenrode/Fretter mit 0:3

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Der SV Herdringen kann in der Bezirksliga Staffel 4 einfach nicht mehr gewinnen. Trotz einer sechzigminütigen engagierten Leistung gegen die SG Serkenrode/Fretter verloren die Krähen am Donnerstag, den 18. April, das Wiederholungsspiel vor heimischer Kulisse klar mit 0:3 (0:0), verpassten damit zum zwölften Mal in Folge einen Dreier und bleiben unter Neu-Trainer Peter Kozok auch im dritten Spiel sieg- und torlos.

Personell arg gebeutelt ging der SV Herdringen in das Wiederholungsspiel gegen die SG Serkenrode/Fretter, das vor 39 Tagen beim Stand von 0:3 in der 74. Minute wegen zu starken Windes abgebrochen worden war. Demzufolge standen sich beide Mannschaften am Donnerstag, den 18. April, erneut gegenüber, wo die Hausherren unter anderem auf Daniel Strojnowski, Marcel Linke, Michael Wancel und Samir Aribi verzichten mussten. Daher rückten mit Carsten Kurschus, Daleri Kalandarzoda und Christian Emming drei Spieler aus der Reservemannschaft in die Startelf.

Das aber machte sich über weite Strecken des Spiels nicht negativ bemerkbar. Serkenrode/Fretter war mit viel Wut im Bauch an den Krähenbrink gereist, konnte diesen aber nicht in spielerische Überlegenheit umwandeln. Zwar gehörte den Gästen in der sechsten Minute die erste gute Gelegenheit des Spiels, doch Christian Günthers Versuch aus kurzer Distanz ging knapp am Tor vorbei und war gleichzeitig die einzig nennenswerte Chance der SG Serkenrode/Fretter im ersten Durchgang.

Herdringen fand dagegen immer Schwächen in der gegnerischen Hintermannschaft, hatte aber in der neunten Minute Pech, das eine verunglückte Flanke von Christian Emming vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. In der 23. Minute hätte dann Daleri Kalandarzoda für die Führung der abstiegsgefährdeten Hausherren sorgen müssen, als er alleine auf SG-Keeper Marcel Grajewski zulief, jedoch viel zu unplatziert abschloss (23.).

Insgesamt sahen die siebzig Zuschauer am Krähenbrink aber ein schwaches Bezirksligaspiel, welches sich in der zweiten Halbzeit zunächst fortsetzte. Wieder hatte der Tabellenvierzehnte die besseren Möglichkeiten, doch auch Janik Assmann traf in der 56. Minute nur die Latte. Damit verhinderte schon zum zweiten Mal das Aluminium die mögliche Herdringer Führung, die zu diesem Zeitpunkt nicht verdient gewesen wäre.

Erst nach mehr als einer Stunde zeigte dann die SG Serkenrode/Fretter, was sie auszeichnet. Während Herdringen nun mehr und mehr abbaute, legten die Gäste zu und erarbeiteten sich nun endlich auch Möglichkeiten, die zunächst noch vergeben wurden. In der 69. Minute rettete Florian Meyer für Herdringen auf der Linie, vier Minuten später trafen auch die Grün-Weißen erstmals den Pfosten (73.). In der 78. Minute war es dann schließlich passiert, als Felix Schmidt-Holthöfer aus der Drehung schnörkellos abzog und das Leder aus elf Metern in den Winkel jagte – 1:0 für Serkenrode/Fretter.

Die Gastgeber waren nun gefordert, schafften es aber nach dem Rückstand nicht mehr, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Stattdessen ließ sich die SG Serkenrode/Fretter nicht mehr vom Kurs abbringen und legte durch den zweiten Treffer von Felix Schmidt-Holthöfer schnell das 2:0 nach (81.). In der ersten Minute der Nachspielzeit stellte Moritz Heimes mit einem platzierten Schuss ins lange Eck schließlich den 3:0-Endstand und damit das Ergebnis der abgebrochenen Partie vor 39 Tagen her.

Durch das zwölfte sieglose Spiel in Folge rangiert der SV Herdringen weiter mit 18 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz und hat nach wie vor drei Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Unter Neu-Trainer Peter Kozok warten die Rot-Schwarzen auch nach 270 Minuten weiter auf das erste Tor und den ersten Sieg. Serkenrode/Fretter verbuchte derweil die Punkte 31, 32 und 33 auf dem eigenen Konto und schob sich in der Tabelle wieder auf Platz neun vor.